Warum verdirbt überhaupt das Futter in den Silos?
Warum verdirbt überhaupt das Futter in den Silos?
Der hauptsächliche Grund ist ein sich täglich wiederholender Temperaturwechsel im Silo und die damit einhergehende sogenannte Tag-Nacht-Kondensation. Die Sonne heizt den geschlossenen Behälter tagsüber auf bis zu 60°C und darüber auf, die entsprechenden Nachttemperaturen von ca. 10-20°C kühlen ihn wieder ab. Da warme Luft viel Wasser speichern kann, kondensiert diese Luftfeuchtigkeit in den Nachstunden an der sich abkühlenden Silowand.
Das Futter nimmt dieses Kondensat auf, und wird an der Silowand feucht. Es entstehen Verbackungen, die im Laufe der Zeit ständig anwachsen.
So bilden sich fett- und eiweißhaltige Schmierschichten direkt an der Silowandung.
Diese sind im Zusammenspiel mit Feuchtigkeit und Wärme ein idealer Nährboden für Bakterien und Pilzkulturen.
Werden die Schichten nun zu dick, können sie herunterfallen, ausgelöst allein durch Ihr Eigengewicht,
durch Erschütterungen oder wärmebedingtes Ausdehnen und Zusammenziehen. Hochgradig belastete
Brocken fallen herunter, werden von der Förderschnecke zerrieben und gelangen so in den Futterstrom.
Zusätzlich kontaminieren sie permanent das frische Futter. Weist das Silo undichte Stellen auf (Verrostung, schadhafte Dichtungen, etc.) treten
Kapillarwirkungen auf, die die Luftfeuchtigkeit und außen am Silo herablaufendes Wasser regelrecht in den
Silo einsaugen eine potentielle Eintragsquelle für Salmonellen aus Vogelkot. Diese Mechanismen im Silo können fatale Folgen für den Tierbestand haben.
Aus diesen durchaus nachvollziehbaren und logischen Gründen schreibt die Futtermittelhygieneverordnung
des Europäischen Rates seit 2006 verbindlich für alle EU-Mitgliedsstaaten vor, dass Futtermittellagerstätten
durch geeignete Maßnahmen regelmäßig gereinigt werden müssen. Parallel wirkt hier auch die Samonellenverordnung.
Ursachenbekämpfung und nicht Symptombehandlung!
Daher sollte die Reinigung von Kraftfuttersilos in regelmäßigen Abständen erfolgen.
Als Empfehlung gilt das jährliche Intervall. Als alleinige Zielsetzung für die Siloreinigung muss eine
nachhaltige und deutliche Verbesserung des Gesundheitsgrades der Tierbestände genannt werden und
damit im direkten Zusammenhang die Verbesserung des unternehmerischen Ergebnisses in den
tierproduzierenden Unternehmen.
In diesem Zusammenhang ist Siloreinigung und Desinfektion als das letzte große Kettenglied in der Tierproduktion zu begreifen.
Damit der Landwirt wirklich einen Vorteil durch die Siloreinigung hat und das neu gekaufte und frische Futter vor erneuter Verkeimung geschätzt wird, muss die Reinigung gründlichst und in höchster Qualität durchgeführt werden.
In der DLG-Prüfung hat der Silo-RoBoFox® auch stark verschmutzte Silos wiederholt sauber gereinigt.
Der Prüfbericht attestiert dem Roboter eine sehr gute Reinigungs- und Desinfektionswirkung.
Zitat: “Das getestete Verfahren erbrachte hygienisch einwandfreie Silos”.



